| Sonntag, 23.07.2006 |
| Fahrt von Graz nach
Chamonix-Mont-Blanc,
ca. 8,5 Stunden, Gesamtstrecke ca. 915 km. Fuer die Fahrt waehlen wir die zwar an Maut teure, aber an Autobahnstrecke laengere und dadurch insgesamt kuerzere Strecke durch Italien (€39,70) und den Mont-Blanc-Tunnel (11,5 km kosten €31,90!!). Wir treffen uns mit unserem - wie sich noch heraus stellen sollte - grossartigen Bergfuehrer Thomas und unserem netten Bergkameraden Dirk im Hotel de l'Arve. Thomas weiht uns in die Wochenplanung ein und erzaehlt auch so nebenbei, dass er es bei 9 Versuchen auf den Mt. Blanc zu kommen, wetterbedingt erst 3 Mal geschafft hat ... Bei der Anfahrt sehen wir vor der Mautstation schon das gewaltige Mont-Blanc-Massiv. |
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| Montag, 24.07.2006 |
| Wir fahren mit dem Auto nach Le Tour (1.462
m) und anschliessend mit der Seilbahn bis zur Bergstation (ca. 2.140 m) auf und gehen
ca. 2 Stunden zur
Huette
"Refuge Albert 1er" (2.702 m). Am Nachmittag freunden wir uns am Gletscher wieder mit Steigeisengehen und Eisklettern an, um fuer die Mt. Blanc Besteigung technisch gut geruestet zu sein. Die Unterbringung auf der Albert Premier ist gut, auch das Essen ist ausgezeichnet und vor allem reichlich. Tourenprofil von meiner Uhr HAC4Pro |
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| Dienstag, 25.07.2006 |
| Wir stehen um 04.00 Uhr auf, fruehstuecken und
brechen kurz vor 05.00 Uhr auf unsere Akklima-tisationstour auf den "Aiguille
du Tour" (3.542 m) auf. Da das letzte Stueck des Normalweges auf den
Gipfel auf Grund der hohen Anzahl an Alpinisten gefaehrlich erscheint,
entscheidet sich unser Bergfuehrer fuer die einsamere Besteigung ueber den
Nordgrat. So entgehen wir weitestgehend der Steinschlaggefahr. Das Wetter
ist sehr schoen, am Abend gibt es jedoch ein Gewitter. Wir bangen schon ein
wenig um unsere Mt. Blanc Gipfelbesteigung. Zur weiteren Akklimatisation
verbringen wir noch eine Nacht auf der Huette. Tourenprofil von meiner Uhr HAC4Pro |
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| Mittwoch, 26.07.2006 |
| Wir fahren mit der Seilbahn ins Tal und mit
dem Auto wieder zurueck zum Hotel. Nach einer Dusche und einer kleinen
Staerkung fahren wir mit der Seilbahn von Chamonix (1.037 m) auf die
Bergstation
"Aiguille du Midi" (3.842 m). Anfangs steigen wir ueber einen schmalen
Firngrat ab, dann gehen wir ueber den Gletscher und einen Gegenanstieg zur
Huette "Refuge des Cosmiques" (3.613 m). Das Wetter ist schoen. Die Huette
ist sehr geraeumig und mit bestem Brandschutzstandard ausgestattet (1988
abgebrannt und neu aufgebaut). Nach einem sehr guten Essen nuetzen wir die
restlichen 4 Stunden bis zum Aufstehen fuer Schlafen und Akklimatisieren.
Beeindruckend ist die Aussicht auf das nahe Mt. Blanc Massiv. Tourenprofil Abstieg von meiner Uhr HAC4Pro, Tourenprofil Aufstieg von meiner Uhr HAC4Pro |
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| Donnerstag, 27.07.2006 |
| Am Gipfeltag stehen wir um ca. 00.45 Uhr auf
und gehen nach dem Fruehstueck um ca. 01.45 Uhr los. Nachdem wir alle 4
Anstiege (davon 3 Gegenanstiege) und die Schluesselstelle,
den steilen
Eiskanal (Col du Mt. Maudit) unter dem Mont Maudit, gemeistert haben, sind wir nach knapp 6
Stunden Gehzeit am Gipfel des
Mt. Blanc angekommen
und werden mit einem unvergesslichen Ausblick auf die Berge der Westalpen
belohnt. An diesem wunderschoenen Julitag sind wir natuerlich nicht die
einzigen Bergsteiger, die den Gipfel geschafft haben ... Beim Abstieg sind die Gegenanstiege noch sehr anstrengend, vor allem jener hoch zur Aiguille de Midi, den wir in der prallen Sonne zum Abschluss des Gipfeltages noch zuruecklegen muessen. Eine gefaehrliche Situation ergibt sich beim Abstieg vor dem Eiskanal. Durch einen losgetretenen Felsblock wird ein Bergsteiger einer Gruppe vor uns verletzt und der Eiskanal unpassierbar blockiert. Waeren wir nur 15-20 Minuten schneller gewesen, dann waeren wir durch den abstuerzenden Felsblock... Es bildet sich ein Stau vor dem Eiskanal, und im allgemeinen Chaos gibt es auch nur wenig Infor-mationen ueber die Lage im Kanal. Unser Bergfuehrer behaelt einen kuehlen Kopf, und durch seine Routine und vor allem durch die Ruhe, die er ausstrahlt, ueberzeugt er uns von seinem Vorschlag, uns ueber die Eiswand neben dem Eiskanal abzuseilen. Die restlichen Seilschaften schauen sich die bestens koordinierte Abseilaktion an, und es dauert nicht lange, bis die ersten Bergsteiger den gleichen Abstiegsweg waehlen. Vorausgesetzt, ihr Bergfuehrer hat wie unserer das notwendige 50-m-Seil zur Hand. Noch waehrend der Verletzte mit dem Hubschrauber abtransportiert wird, sind wir schon wieder unter der Eiswand in Sicherheit. Tourenprofil von meiner Uhr HAC4Pro Karte des Gebietes |
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| Freitag, 28.07.2006 |
| Am letzten Tag goennen wir uns etwas mehr
Schlaf und fahren erst kurz nach 08.00 Uhr mit der Seilbahn von Argentiere
(1.250 m) auf die Bergstation "Grands
Montets" (3.297 m). Geplant ist die Ersteigung des "Petite
Aiguille Verte" (3.512 m). Ueber den Gletscher und eine steile Eiswand
erreichen wir den Felsgrat, und uns erwartet eine "Genusskletterei"
ueber Bloecke im 2. bis 3. Schwierigkeitsgrad bis zum Gipfel. Leider meint es das
Wetter an diesem letzten Bergtag nicht gut mit uns, und so kehren wir ca.
1/4 Stunde vor dem Gipfel um, um vor dem drohenden Gewitter die sichere
Bergstation zu erreichen. Frei nach dem Motto: "Die Kunst am Berg ist zu
wissen, wann man umkehren muss, und nicht, den Gipfel zu erreichen." Wieder im Tal machen wir noch einen kurzen Ausflug zum oertlichen Klettergarten, wo uns Thomas noch eine kurze Wiederholung in Knotenkunde gibt und eine leichte Top Rope Tour fuer uns sichert. Leider zwingt uns der bald stark einsetzende Regen jedoch unseren Bergurlaub endgueltig zu beenden. Tourenprofil von meiner Uhr HAC4Pro |
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| Samstag, 29.07.2006 - Sonntag 30.07.2006 |
| Nach ca. 610 km und 6,5 Stunden Fahrzeit
erreichen wir unser Hotel in Muenchen. Am Abend lassen wir unseren Bergurlaub
mit dem grossartigen Konzert von David Gilmour ausklingen, welcher nicht nur seine
eigenen Hits,
sondern auch alte Pink Floyd Klassiker zum Besten gibt. Am Sonntag fahren wir bei recht starkem Verkehr die restlichen ca. 410 km in ca. 5 Stunden nach Graz. |